|
Fotos: Bernd Horstmann und Alexander Pischke
„1st Minden Tattoo“
ein Riesenerfolg
Rund 6000 Menschen verfolgen Musikereignis auf dem
Simeonsplatz
Musik verbindet. Sie bringt Menschen einander näher und sorgt
für tolle Stimmung. Das „1st Minden Tattoo“ hat diese Effekte
klar erzielt. Rund 6000 Besucher erlebten am Freitagabend auf
dem Simeonsplatz eine perfekte Show mit militärischen Klängen
und auch ein paar leisen Tönen.
Ein „Tattoo“ ist eine Art Zapfenstreich. Das Publikum erlebt
Klänge, die an das Soldatentum auf traditionelle Weise erinnern.
Die Ensembles liefern dabei durch eindrucksvolle Uniformen und
Formationen außerdem jede Menge Hingucker-Effekte, sodass die
Veranstaltung durchaus auch unter die Haut gehen kann. Und beim
„1st Minden Tattoo“ gab es eine Reihe von Gänsehaut-Momenten,
die vor allem eines ausdrückten: Freundschaft.
Allein schon die Kulisse vor dem Preußen-Museum machte Eindruck.
Die Flaggen von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und
Europa wehten symbolisch für die tiefeFreundschaft jener Länder
sowie für die Einheit des Kontinents. Und als die
Nationenorchester zum Auftakt spielten, war ruckzuck allen klar:
Dieser Abend wird eine Botschaft für den Frieden.
Rund 350 Musiker wirkten mit – und die Formationen beeindruckten
alle. Mit ihren erstklassigen Choreografien und tollen
musikalischen Beiträgen eroberten sie die Herzen der Zuhörer.
Die Resonanz auf das „1st Minden Tattoo“ übertraf sogar die
Erwartungen der Veranstalter. „Mit einem so starkem Andrang
haben wir nicht gerechnet“, sagte Minden
Marketing-Geschäftsführer Dr. Jörg-Friedrich Sander. Einige
Menschen kletterten sogar auf Bäume, um das Geschehen auf dem
Platz verfolgen zu können.
Das Programm zeigte alle Facetten der Militärmusik. Es gab bunte
Uniformen, Märsche, sentimentale Klänge – und zu allen
Einzelshows vorab ein paar wichtige Erläuterungen durch die
Moderatoren Helmut Jäger und Hans-Jürgen Amtage. Exakt diese
Informationen erwiesen sich als goldrichtig, damit das Publikum
auf das Geschehen bestens eingestimmt wurde. So erfuhr man
beispielsweise beim Auftritt der „Rhine area Pipes and drums“,
das ein Schottenrock aus exakt sieben Meter Stoff besteht.
Die Nationenorchester, der Musikverein Omersheim, der
Fanfarenkorps „Der Genie“, die Formation „The Minden Band of the
Queens division“, die „Garde imperiale de Dijon“, das
Heeresmusikkorps 12 oder „The Band of the Brigade of Ghurkas“:
Sie alle setzten dem Vorabend des 250. Jahrestages der „Schlacht
bei Minden“ ihre I-Tüpfelchen auf. Das Publikum war begeistert –
und spendete mehrfach tosenden Beifall. Und als zum Finale das
Traditionslied „Amazing Grace“ erklang, konnte man bei ein paar
Menschen im Publikum sogar Tränen der Rührung entdecken.
|