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Fotos: Bernd Horstmann und Alexander Pischke
Authentisch und
vergleichbar
Schlachtszenen auf Kanzlers Weide erinnern an 1759
Mungo Melvin war
begeistert. Der Major General weiß, wovon er spricht, denn das
Hobby des Befehlshabers des Britischen Unterstützungskommandos
ist die Militär-Historik. Und so war es kein Wunder, dass er die
Schlachtszenen der rund 350 Reenactors als authentisch und mit
der Schlacht bei Minden 1759 durchaus vergleichbar ansah.
Pulverdampf lag in der Luft. Kavallerie und Infanterie lieferten
einen imposanten Eindruck von der Kriegsführung im 18.
Jahrhundert. Einzelne Szenen der „Schlacht bei Minden“ wurden
gezeigt. Die zeitgenössischen Uniformen machten einen starken
Eindruck. Zwischen lautem Kanonendonner, Schüssen, Attacken,
Lazarettszenen oder Aufmärschen erläuterten die Moderatoren
Hans-Jürgen Amtage und Carsten Reuß das Gezeigte. Das war gut,
denn: Auf diese Weise wurden auch Nichtkenner über die
Geschehnisse umfassend informiert. Gezeigt wurde Geschichte zum
Anfassen – und der Spagat zwischen historischen Informationen
und Unterhaltung ist den Verantwortlichen um die Minden
Marketing eindrucksvoll gelungen. Schrecken und Leid durch
Kriege wurden offen gelegt, dennoch blieb genug Raum zur
Geselligkeit.
„Das ist ja eine richtige Volksfeststimmung hier“, sagte eine
Frau. Und nicht nur sie zeigte sich vom Ablauf der (gesamten)
Feierlichkeiten regelrecht fasziniert. Sie habe viele Menschen
aus England, Frankreich oder Holland getroffen. Allen sei es
darum gegangen, den Frieden zu feiern – und das habe ihrer
Ansicht nach ganz toll geklappt.
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