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Fotos: Bernd Horstmann

 

Rampenloch - ten years after
Theaterstück am Original-Schauplatz aufgeführt

Es war schon recht außergewöhnlich, das Theaterstück selbst als auch der Ort der Vorführung, der Mindener Puff. Diese Gelegenheit ließen sich viele Mindener nicht entgehen und so waren die 4 Vorstellungen auch schnell restlos ausverkauft.

Das Stück, ein "Mindener Heimatspiel", wie der Autor Eduard Schynol es selbst betitelt, wurde anlässlich der 1200 - Jahrfeier Mindens vor 10 Jahren erstmalig aufgeführt. 10 Jahre später, daher auch der Zusatz zum ursprünglichen Titel, hat man das Jubiläum der Schlacht bei Minden zum Anlass genommen, das Stück zu aktualisieren und erneut aufzuführen.

Das Rampenloch, eine Straße, die mit der Mindener Prostitution bis weit in das Mittelalter zurückverfolgbar ist, war sicher in ihrer Geschickte selten so gefüllt. Einige Schauspielerinnen der Tucholsky-Bühne hatten scheinbar viel Spaß daran, als Prostituierte den passenden Rahmen zu bieten. Leicht bekleidet zwinkerten sie den Besuchern zu und manch einer musste einen der lockeren Sprüche über sich ergehen lassen.

Nun gehört das Stück der Geschichte an - nichts geht mehr. Der letzte Vorhang ist im Rampenloch gefallen. Oder vielleicht doch nicht?