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Das Haus auf der Mauer, letztes Relikt aus vergangenen Zeiten

Die Ansicht von nach 1907 zeigt die Gabelung von Hufschmiede und Marienstraße. Mittig, im Hintergrund steht das letzte Haus auf der Mauer der hier ansteigenden Weserterrasse (ehm. Marienkirchplatz 5). Dieses Haus wurde beim Bombenangriff vom 6. Dezember 1944 zerstört, ebenso wie die gegenüberliegenden Häuser Marienstraße 6 - 20. Das Haus auf der Mauer wurde nicht wieder aufgebaut. Der Sockel wurde zu einer Trafostation des EMR, heute Eon, umfunktioniert. Die Häuser an Marienstraße wurden in den 50er-Jahren, wie sich an Jahresinnenschriften einzelner Gebäude erkennen lässt, wieder aufgebaut. Bis 1906 war die gesamte Hufschmiede rechtsseitig bebaut, was ab 1898 den Stadtvätern jedoch ein Dorn im Auge war. Alle Gebäude wurden abgerissen, um Platz für den rechtwinckligen Treppenaufgang und zur Marienkirche und eine neue Stützmauer zu schaffen.

Die Ansichtskarte stammt aus dem Mindener Verlag Christian Bachmann, die als Feldpost 1915 gelaufen ist.

Bau und Kunstdenkmäler von Westfalen, Bd. 50, Teil IV/1
Horst Grätz, Minden 1889-1939 - unbekannte Photographien
Horst Grätz, Minden 1939-1950 - Photographien aus einem bewegenden Jahrzehnt

© Thomas Ahlert 2003