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Von
London nach Preußen
Das
„Hotel Stadt London“ (Bäckerstraße 47/49) wurde mit Ausbruch des
I. Weltkrieges 1914/18 in „Hotel König von Preußen“ umbenannt.
Auch bei anderen Hotels und Gaststätten im Umland, z.B. „Hotel Stadt
Hannover“ in „Viktoria Hotel“ und „Hotel Bellevue“ in „Hotel
Kaiserhof“ in Barkhausen, war dies so. Alle Begriffe, die in Bezug zum
Namen England, der englischen Krone oder Frankreich standen, wurden
umbenannt. Das Hotel war bis zu seiner Schließung, 1970, die „Erste
Adresse“ in Minden.
1863,
als Hotel eröffnet, gehörte es seit 1878 bis zu seiner Schließung der
Familie Schmidt, die es an die „KARSTADT AG, Essen“ veräußerte.
Garagen für Gäste befanden sich rückwärtig in Gebäuden an Helling-
und Poststraße, ebenso abgerissen 1973. Nach Schließung und
Versteigerung des gesamten Inventars wurden die Gebäude abgerissen und
nach langen Ausgrabungsarbeiten auf diesem Gebiet mit einem Tochtergeschäft
„Minden ER“ der Firma „Weidenfeller“ bebaut. Nur der alte
Torbogen erinnert noch heute an die Bebauung in diesem Teil der Bäckerstraße.
Die
Hauskarte mit der Gesamtansicht ist 1901 gelaufen und wurde vom Mindener
Buchbinder Franz Knapp verlegt. Sie zeigt das Weserrenaissancegebäude
(Bäckerstraße 45), links, und die heute nicht mehr existierende Häuserzeile,
die Platz machen musste für die Neubauten „Minden ER“, C&A,
„KARSTADT“.
Die
Innenansicht des „König von Preußen“ aus den 20er-Jahren,
coloriert und nicht gelaufen
Bau
und Kunstdenkmäler von Westfalen, Bd. 50, Teil IV/1
Horst Grätz, Minden 1889-1939 - unbekannte Photographien
© Thomas Ahlert 2004
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