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Shefvert-Taktik in der Abwehr geht voll auf
GWD-Trainer dennoch nicht ganz zufrieden: »Hätten sehr viel mehr Konter laufen müssen«

Er wird bereits als Heilsbringer gefeiert, der sich mit dem Derbysieg unsterblich macht. Für GWD-Trainer Ulf Shefvert allerdings ein wenig zu viel des Guten.

Natürlich freute sich der Mindener Neu-Coach über den Derby-Erfolg, drückte aber schon in der Pressekonferenz nach den so erfolgreichen 60 Minuten gegen den TuS N-Lübbecke in die Wunde: »Ich bin traurig, dass wir keine Tore aus dem Konter heraus gemacht haben. Chancen dazu hatten wir genug, doch wir haben immer abgebrochen. Wir müssen aus der Deckung Tempo machen, schließlich spielen wir keinen Handball von 1970, sondern von 2010.« Zudem monierte er das Abwehrverhalten in den ersten 30 Minuten. »Das war nichts, da sind wir viel zu viel gelaufen. Abwehr bedeutet nicht laufen wie ein Hase, sondern heißt, dass man mit Ruhe und Bedacht das Spiel des Gegners lesen und darauf entsprechend reagieren muss. Letztlich haben wir dann aber doch noch eine gute Hausarbeit abgeliefert.«

In der Pause habe man sich intensiv besprochen. Und da seine Mannschaft im zweiten Abschnitt in der Deckung viel besser organisiert gewesen sei, habe man den Lübbeckern trotz ihrer namhaften Spieler nur noch ganze neun Tore zugelassen. Es war schon gut anzusehen, welche taktische Maßnahmen Shefvert in der Defensive angeordnet hatte und wie sie von seinen Spielern auch sehr gut umgesetzt wurden. So ging Schäpsmeier aggressiv auf Michal Jurecki raus, während auf der anderen Seite gegen Alexis Alvanos defensiver mit bissigen Attacken agiert und er sonst in die Mitte »geschoben« wurde, von wo aus er bei weitem nicht so gefährlich ist, wie auf der Halbposition. »Das ist alles gut aufgegangen«, freute sich der Schwede. Natürlich wertete auch er den Erfolg als sehr wichtigen Sieg, der für die kommenden Wochen Zuversicht geben sollte, auch wenn es jetzt zunächst nach Kiel ginge, wo nichts zu holen sei. »Aber danach haben wir zwei Wochen Zeit, um ein sehr hartes Training durchzuführen und uns intensiv auf das Spiel in Balingen vorzubereiten.«