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Niemeyer tätlich angegriffen
Auf Arne
Niemeyer waren beim 57. Mühlenkreisderby besonders viele Blicke
gerichtet. Der Rückraumspieler des TuS N-Lübbecke spielte
insgesamt zehn Jahre beim Lokalrivalen GWD Minden, ehe er über
den Umweg Hamburg an den Wiehen wechselte.
Den
entscheidenden Faktor machte der 1,91 Meter große
Rückraumspieler im 57. Derby aber nicht aus. Niemeyer blieb
während der 60 Minuten blass, erzielte nur zwei Treffer.
Auffällig waren indes zwei, drei Würfe weit über das Dankerser
Gehäuse. »Wir haben einfach zu wenig gezeigt und sind natürlich
sehr enttäuscht. Minden war uns klar überlegen und hat sich den
Sieg absolut verdient.«
Die Begrüßung
Niemeyers fiel weitaus ruhiger aus, als noch im ersten
Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein. »Mit Pfiffen oder
Plakaten muss man als Profi in so einem Prestigeduell rechnen,
das ist auch kein Problem.« Dennoch konnte er eine leichte
Unsicherheit nicht verbergen. »Ich war schon ein wenig nervös.
Die Anspannung ist immer da, im Derby noch mehr.«
Nach dem Spiel
musste Arne Niemeyer viele Hände schütteln, traf zahlreiche
Weggefährten, doch ganz besonders traf ihn auch ein tätlicher
Angriff eines Commando-Fans. Die Mindener Fan-Gruppierung, die
während des Spiels für hervorragende Stimmung unter den 4050
Zuschauern gesorgt hatte, hatte sich nichts zu schulden kommen
lassen. Dies bestätigte auch die Polizei, die große Präsenz
zeigte. Schade nur, dass sich ein Unbelehrbarer nicht unter
Kontrolle hatte und Niemeyer körperlich anging. »Das war nicht
in Ordnung von ihm«, blieb Pädagogik-Student Niemeyer trotz des
Angriffes ruhig und verabschiedete sich Richtung VIP-Raum. Nach
dieser Attacke ist nun allerdings GWD, insbesondere Manager
Horst Bredemeier gefordert. Die einzig akzeptable Reaktion kann
nur ein Hallenverbot für diesen Rüpel sein. Denn ansonsten
stellt sich »Hotti«, der nach den Vorkommnissen beim
Spielothek-Cup angekündigt hatte »Passiert noch einmal was, gibt
es Hallenverbot – für immer!«, selbst in Frage.
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