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Handball-Bundesliga
GWD-Minden : TV Korschenbroich
Fotos: Bernd Horstmann
GWD
veranstaltet Scheibenschießen
Korschenbroich
beim 23:35 noch gut bedient
»Wir bedanken
uns bei GWD für diese Lehrstunde!« Jörn Ilper durfte am Ende
hochzufrieden gewesen sein, dass sein TV Korschenbroich in
Minden nur mit 23:35 (10:21) unter die Räder gekommen war. Ein
sehr viel klareres Debakel wäre möglich gewesen.
Für den
Trainer der Gäste vom Niederrhein waren es dennoch gleich drei
Punkte, die seine Mannschaft an der Weser einbüßte. »Weil am
Ende das Torverhältnis für uns sicherlich eine entscheidende
Rolle spielen kann. Da haben wir uns diesmal keinen Gefallen
getan.« Es hätte aber noch weitaus schlimmer kommen können,
ja, kommen müssen, für seine Jungs. Die waren hoffnungslos
unterlegen und schienen zudem ihre Hausaufgaben nicht gemacht zu
haben. Jeder Mindener Gegner hatte in der zurückliegenden
Spielzeit mitbekommen, dass man bei Anders Persson im GWD-Gehäuse
nicht flach werfen darf. Hoch dagegen war fast jeder Wurf ein
Treffer. Bis in die Südstaffel der 2. Liga schien sich das aber
nicht herum gesprochen zu haben. Und so avancierte der Schwede
zum wichtigen Rückhalt und wehrte in den 50 Minuten, die er
zwischen den Pfosten stand, 21 Bälle, darunter auch einige
spektakuläre, ab. Kollege Jens Vortmann knüpfte nahtlos an die
Leistung Perssons an, hielt in den Schlussminuten acht Bälle,
darunter zwei Siebenmeter. Zusammen mit der aggressiv zu Werke
gehenden Abwehr raubte man den überforderten Gästen vom
Niederrhein bereits nach sieben Minuten beim 7:2 den Nerv. Und
da Korschenbroich selbst sämtliche Abwehraktivitäten
einstellte, setzte sich GWD problemlos über 12:3 auf 21:10 zur
Pause ab. Wobei der TVK eigentlich gar keine zehn Tore hätte
erzielen dürfen, so schwach trat er auf!
Nach der Pause
musste GWD-Trainer Ulf Schefvert gänzlich ohne etatmäßigen
Halblinken spielen, da Nenad Bilbija nach einem Pferdekuss
geschont wurde. Dennoch baute Minden sein Polster beim 28:13
(42.) auf 15 Tore aus. Wahrscheinlich hätte die Differenz am
Ende jenseits der 20 Treffer gelegen, wenn der Schwede nun nicht
seinem zweiten Anzug wertvolle Spielanteile hätte zukommen
lassen. Mit Doder bzw. Klesniks spielte zumeist nur ein
erfahrener Angreifer mit. Die GWD-Hoffnungen mussten dabei aber
erkennen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und es
ihnen noch sichtlich schwer fällt, selbst gegen einen so
schwachen Gegner auf Augenhöhe zu bestehen.
GWD-Telegramm
GWD Minden
– TV Korschenbroich 35:23 (21:10)
GWD Minden:
Persson (21 Paraden), Vortmann (ab 50. - 8/2 P.); Andersson (4),
Oevermann, Fuchs (1), Bartsch, Auerswald (1), Steinert (1), Südmeier
(3), Schmidt (9/5), Svitlica (5), Doder (4), Klesniks (5),
Bilbija (4)
TV
Korschenbroich: Mayer (5 P.), S. Bartmann (17.-30. - 1 P.);
Fuchs. Doetsch (6/1), S. Breuer (4), Görden (4), M. Breuer (1),
Piske (5), Tovornik, B. Marquardt, D. Marquardt (1), S.
Bartmann, Korte (2)
Schiedsrichter:
Markus Kropp und Sebastian Siebert (Osnabrück)
Zuschauer:
1.700
Torfolge: 1:0,
1:1, 3:1, 3:2, 7:2, 2:3, 15:7, 16:9, 20:9, 21:10 – 25:11,
29:14 (43.), 32:16, 32:20, 34:20, 35:23
Siebenmeter:
5/5 : 5/3 (S. Breuer und Görden scheitern an Vortmann)
Strafminuten: 8
: 8 (Klesniks 2x, Andersson, Auerswald – D. Marquardt 2x, M.
Breuer, Korte)
Stimmen zum Spiel:
Ulf Schefvert: „Wir haben sehr konzentriert
gespielt. Ich war ein wenig überrascht, dass Korschenbroich so
wenig gekämpft hat. Für uns waren das super zwei Punkte
heute."
Jörn Ilper: „Wir bedanken uns für eine
Lehrstunde von GWD Minden. Unser volles Leistungsniveau haben
wir heute zu keinem Zeitpunkt erreicht. Sogar gegen die zweite
und dritte Garnitur hat sich meine Mannschaft nicht aufbäumen können."
04.10.2011
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